Anarchistische Gruppe Rostock

Anarchie und so – lecker, lecker!

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Ein Bezug zu Beziehungen

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September 12th, 2011 Posted 14:25

Da hier vor Kurzem ein Artikel zur Polyamorie veröffentlicht wurde, oder besser zu einem diesbezüglichen Video verlinkt wurde, sehe ich mich dazu motiviert, meine Erfahrungen zum Thema Freundschaft und gesellschaftliches Miteinander und die jeweiligen Schlüsse, welche ich daraus ziehe, nieder zu schreiben.

In meinen Augen liegt der notwendigste Wandel nicht unbedingt im Gesellschaftssystem. Natürlich ist die repräsentative Demokratie und der Kapitalismus Keimzelle der meisten Ungerechtigkeiten und beeinflusst unser Handeln maßgeblich durch konstruierte Sachzwänge, die Quasi-Unmöglichkeit der Meinungsvertretung und Wettbewerbsnötigung. Aber ich persönlich würde einem einfachen „System“ nicht die komplette Verantwortung für konventionalisierte Unfreiheiten, eine Scheinindividualisierung und den Verlust der Lebensfreude zusprechen wollen. Der freie Wille der Menschen (so sehr er von unserem Umfeld etc. abhängig sein mag) ist doch das, was die Anarchie erst erstrebenswert machen würde, weswegen ich nicht glauben kann/will, dass mensch sich unter bestimmten Umständen nur auf eine Weise verhalten kann.

Oder anders gesagt: Wären alle Menschen dazu gewillt, aufeinander zuzugehen, über das was sie eigentlich wollen nachzudenken und in der Lage diese Wünsche zu äußern ohne einen Gesichtsverlust riskieren zu müssen, wären alle fähig, andere Meinungen neben sich existieren zu lassen, einem ultimativen Wahrheitsanspruch zu entsagen und würden alle den Menschen und nicht dessen Funktion in den Vordergrund stellen, dann könnte mensch auch unter den widrigsten Bedingungen am System „vorbeileben“ (was selbstverständlich nicht oberstes Ziel, aber ein in meinen Augen wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer tatsächlich befreiten Gesellschaft ist).

Was es meiner Meinung nach also zu allererst zu erreichen gilt, ist eine zwischenmenschliche Kommunikation, die eine befreite Gesellschaft erst ermöglichen würde. Und so eine Kommunikation will gelernt sein, bestimmte Verhaltensmuster werden schon in der Kindheit erlernt, die es erstmal zu erkennen und zu analysieren gilt. Dann kann entschieden werden, ob diese Muster wirklich förderlich sind oder ob sie ein freies Leben nicht doch eher verhindern. Gemeinschaftliches Miteinander besteht in meinen Augen aus ganz vielen Balancen, die mensch immer wieder neu definieren muss und deren Haltung essentiell für die Freiheit der Gesellschaft ist. (mehr …)

Was ist eigentlich Polyamorie?

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September 1st, 2011 Posted 00:00

Auf einer gängigen Video-Plattform im Internet findet sich eine kleine (ca. 8 minütige) Einführung zum Thema Polyamorie. Hierbei handelt es sich um ein Konzept welches als Alternative zum konventionellen Entwurf einer Liebesbeziehung bestehend aus ausschließlich zwei Personen zu verstehen ist. Es möchte die Möglichkeit eröffnen einen Umgang für Menschen zu finden, die mehrere Personen gleichzeitig „begehren“ und sich nicht auf eine „romantische Zweierbeziehung“ beschränken wollen – sei es auf einer rein emotionalen Ebene, einer sexuellen Ebene oder allen möglichen Misch- und Zwischenformen die man sich noch so vorstellen kann.

Sicher gibt es auch ein wenig andere Vorstellungen von Polyamorie, aber zur Einführung halte ich das Video für ganz geeignet. Viel Spaß und interessante Aspekte also beim gucken:

Bitte hier klicken 🙂